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Eine neue Studie zeigt, dass Frauen weniger finanzielles Selbstbewusstsein haben als Männer. Das lässt sich ändern!

Erfahren Sie, welcher Anleger-Typ Sie sind und wie Sie mehr aus Ihrem Geld machen können.

Inhalt:

Haben Sie auch zu viel um die Ohren, um sich vernünftig um Ihre Finanzen zu kümmern? Willkommen im Club, denn dann geht es Ihnen wie der Mehrheit der Frauen! Fast 60 % der Damen sind der Meinung, dass es schwierig ist, genügend Zeit für alle To-Dos des Alltags aufzubringen. So kommt es, dass 40 % der Männer mehr Zeit für den Vermögensaufbau einplanen als Frauen. Deshalb sparen sie anders als Frauen.

Das sind Erkenntnisse einer europaweiten Umfrage, die das Research-Haus Kantar im Auftrag von J.P. Morgan Asset Management unter 3.000 Frauen zwischen 30 und 65 Jahren sowie einer Vergleichsgruppe von 600 Männern durchgeführt hat. Die Befragten nutzten bereits Spar- oder Anlageprodukte oder verfügen über ein bestimmtes Mindesteinkommen.

Sie wundern sich, dass hier ausdrücklich „Spar- oder Anlageprodukte“ angesprochen werden? Sparprodukte sind Sparbücher, Festgeld und andere konservative Sparformen, während Anlageprodukte in erster Linie Fonds und Aktien sind.

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Zwei Drittel der Frauen fühlen sich unsicher im Umgang mit Geld

Aber nun zu den weiteren Erkenntnissen aus der Umfrage: Wir Frauen trauen uns in Sachen Finanzen einfach viel zu wenig zu! Nur rund ein Drittel (34 %) der Frauen verfügt über ein hohes Selbstvertrauen im Umgang mit Geld. Bei den Männern ist es fast die Hälfte (46 %). Nur eine von fünf Frauen (21 %) bezeichnet sich bei diesem wichtigen Thema als sachkundig. Bei den Männern ist es etwas mehr als ein Drittel (36 %). Ob die Männer im Schnitt allerdings wirklich sachkundiger sind als die Frauen, war nicht Gegenstand der Studie.

Interessant ist, dass Frauen, die bereits investieren, ihr Selbstvertrauen höher bewerten als diejenigen, die es nicht tun. Es lohnt sich also, den ersten Schritt zu wagen und loszulegen – vielleicht erst einmal mit einem kleinen Sparplan. Sie möchten mehr darüber wissen? Hier lesen Sie mehr über Sparpläne.

Hauptsache Investieren und nicht nur darüber reden und sinnieren! Mit dem Tun wächst die Erfahrung und die sorgt logischerweise für mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit Finanzen. Inspiration bietet auch unser Interview mit Judith Williams, die offen sagt: „Raus aus dem Selbstmitleid!“

Übung macht die Meisterin!

Das zeigt auch die Studie: Eigentlich können wir Frauen Geld anlegen! Wenn Frauen erst einmal investiert haben, sind sie mit dem, was sie tun, zufrieden: Immerhin zeigt sich die Hälfte der investierenden Frauen (51 %) überzeugt, die richtige Vorsorge für die Zukunft getroffen zu haben, verglichen mit einem Drittel (34 %) der Frauen, die nicht investieren.

J.P. Morgan Asset Management zieht Rückschlüsse aus der Studie und will künftig Frauen besser ansprechen: „Unsere Befragung zeigt, dass die Finanzbranche Frauen viel stärker einbinden könnte, damit sie ihr Vermögen vermehren und ihre Anlageziele besser erreichen. Wir können mehr tun, um Frauen Informationen anzubieten, die einfach zugänglich und ansprechend sind. Dann können Frauen aktiver werden, wenn es darum geht, ihr Erspartes zu vermehren und die Kontrolle über ihre finanzielle Zukunft zu übernehmen”, erklärt Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing & PR bei J.P. Morgan Asset Management.

8 Typen von Anlegerinnen – Testen Sie sich!

Um die vielfältigen Anforderungen von Sparerinnen und Anlegerinnen in Europa besser verstehen zu können, wurden in der Studie acht verschiedene Segmente ermittelt. Diese fielen weitgehend in eines von zwei Lagern: a) Frauen mit einer größeren Tendenz zum Investieren und b) Frauen mit einer größeren Tendenz zum Sparen.

Welcher Anleger-Typ sind Sie?

  1. Selbstsicher und kontrolliert: ernsthafte und engagierte Anlegerinnen, für die finanzielle Sicherheit und ein sorgenfreier Ruhestand Priorität haben (16 %)
  2. Im Hier und Jetzt: stark auf die Gegenwart fixiert, Investitionen als eine Chance für die Zukunft (13 %)
  3. Aktiv und zielgerichtet: wohlhabende und optimistische Frauen auf der Suche nach Vermögenswachstum, die für eine sichere und komfortable Zukunft vorgesorgt haben (12 %)
  4. Wachsendes Selbstbewusstsein: Abwägung kurz- und langfristiger Interessen, aber mit Erwartungen hinsichtlich eines Vermögenswachstums und einer positiven Sicht auf die Zukunft (7 %)
  5. Junge Überfliegerin: ehrgeizige, selbstbewusste Frauen mit wenig Zeit, die sich für Investitionen begeistern und sich sowohl online als auch offline beraten lassen (5 %)
  6. Vorsichtige Zweiflerin: ängstliche Frauen mit Sicherheitsbedürfnis, die sich finanziell eingeschränkt fühlen, aber mehr Auswahlmöglichkeiten wünschen (16 %)
  7. Passive Behüterin: Finanziell nicht engagierte Frauen mit Sicherheitsbedürfnis, deren Verlustangst größer ist als die Aussicht auf künftige Gewinne (19 %)
  8. Erklärte Traditionalistin: die Bewahrung ihrer Lebensweise und Finanzen hat Priorität; keine Bereitschaft, die Komfortzone zu verlassen Risiken einzugehen (12 %)

Unterschiede nach Ländern: Deutsche Frauen sind oft „selbstsicher und kontrolliert”

Die Gruppe, „selbstsicher und kontrolliert“ wies die höchste Konzentration in Österreich und Deutschland auf (fast 30 %). Mehr als die Hälfte dieser Gruppe war über 50 Jahre alt und kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand. Diese Frauen möchten ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen und vermeiden üblicherweise hohe finanzielle Risiken. Sie sind selbstbewusst und sachkundig in puncto Investments.

Die Gruppe „passive Behüterinnen“ ist hingegen mit fast 30 % besonders stark in Schweden vertreten, während sie in Österreich und Deutschland nur 15 % der Befragten ausmacht. Für sie ist Sicherheit wichtiger als höhere Erträge. Sie fürchten sich allgemein vor Marktschwankungen und finanziellen Verlusten.

Die „vorsichtige Zweiflerin“ war insbesondere in Großbritannien (24 %), Frankreich (20 %) und Spanien und Portugal (20 %) anzutreffen, während hier Schweden den geringsten Anteil aufwies (7 %). Diese Gruppe ist sich zwar der Bedeutung finanzieller Unabhängigkeit bewusst, jedoch fühlt sie sich durch verschiedene Faktoren eingeschränkt, wie fehlendes Selbstvertrauen und begrenzte Anlagekenntnisse.

Mehr Fonds, bitte!

Die Studienergebnisse legen nahe, dass sich die Fonds-Branche bemühen sollte, mehr Frauen dazu bewegen, lieber in Wertpapieren und Fonds zu investieren als zu den derzeit unglaublich niedrigen Zinsen zu sparen: „Da so viele Frauen über Bareinlagen und Sparprodukte verfügen, bietet sich ein enormes Wachstumspotenzial, wenn man sie darin bekräftigt, langfristig mehr aus ihrem Geld zu machen. Zweifelsohne sind mit dem Engagement in Wertpapieren auch Risiken verbunden. Wer allerdings gar nicht investiert, riskiert langfristige finanzielle Ziele nicht zu erreichen.“ Das erklärt Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management. Auch wenn dieser Wunsch des Asset Managers nicht ganz uneigennützig sein mag, hat er damit trotzdem Recht.

Es ist nicht zu leugnen, dass Zinserträge aus Sparprodukten im Grunde nicht mehr vorhanden sind und die Renditen von Staatsanleihen an vielen Märkten im negativen Bereich liegen. Was liegt da näher, als die breite Risikostreuung von Fonds für den Einstieg in den Kapitalmarkt zu nutzen?

herMoney-Tipp

Frauen sparen anders als Männer und scheuen häufig die Börse. Aber wer am Finanzmarkt zurzeit nicht bereit ist, zumindest geringe Schwankungen zu akzeptieren, hockt ganz blöd im Zins-Tal, das leider schon mehrere Jahre anhält. Als Besucherin der herMoney-Website zeigen Sie, dass Sie am Thema Finanzen interessiert sind. Also wissen Sie auch, dass Schwankungen kürzer oder länger anhalten, aber nur vorübergehender Natur sind. Mit diesem Wissen sind Sie auf einem guten Weg.

Falls Sie noch nicht investiert haben: Wie wäre es mit einem kleinen Fonds-Sparplan, zum Beispiel mit günstigen ETFs? Informieren Sie sich über ETF-Basiswissen und gute ETFs für Einstegerinnen. Mit einem Sparplan erleben Sie mit eigenem Geld, wie Fondsanlage funktioniert. Mit mehr Anlage-Erfahrung kommt dann auch das finanzielle Selbstvertrauen, und hier gibt es bei uns Frauen wohl noch Luft nach oben.

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