Der passende ETF ist ausgewählt – wo nun kaufen? Im zweiten Teil des Selbstversuchs navigiert unsere Autorin zwischen Handelsplätzen.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Teil 1 “Der Weg zur ersten Order: ein Selbstversuch!” lesen Sie hier.

Im Einkauf liegt der Gewinn. Diese alte Weisheit kennt jeder gute Kaufmann, und sie gilt auch für Anleger. Viele Ratgeber schreiben: Je geringer die Kosten für den Handel, desto höher die Rendite. Das klingt einfach, verlangt aber etwas Hintergrundwissen – wie mir mein Depot eindrücklich zeigt:

Es sind ein paar Klicks, bevor die Internetseite im sogenannten Webtrading neu lädt. Zuerst den gewünschten ETF aussuchen, seine Kennnummer (ISIN) aus dem Produktinformationsblatt kopieren, in die Ordermaske eintragen. Dann die Stückzahl in das Feld daneben eingeben. Klick auf die Schaltfläche „Wert suchen“. Bislang nicht besonders kompliziert.

Doch nach ein paar Sekunden verändert sich die Seitenansicht. Ein grüner Farbbalken baut sich am linken Rand auf, neben den Namen einiger Banken: Baader Bank, Commerzbank, Deutsche Bank. Ebenfalls mit Balken versehen: der Aktienhändler Lang & Schwarz sowie Quotrix, das elektronische Handelssystem der Börse Düsseldorf, und die Berliner Börse Tradegate.

Die Uhr tickt: Im Sekundentakt nimmt der Balken wieder ab, verfärbt sich dabei erst orange, dann rot. Nach acht Sekunden verschwindet er.

Der Direkthandel – Oder: Besser die Ruhe bewahren

Eine Erklärung liefert meine Bank in der Anleitung für das Webtrading: Wer eine Order aufgeben will, hat mehrere Handelsplätze zur Auswahl. Mein Depot unterscheidet die beiden Kategorien „Direkthandel / Handel über Tradegate / Quotrix“ und „Börsenhandel“. Der Farbbalken ist nur in der ersten Gruppe zu sehen und hat offenbar mit dem Direkthandel zu tun.

Wie der Name schon sagt: Der Wertpapierkauf läuft dabei direkt mit der jeweiligen Bank oder dem Händler ab. Was die Farben optisch vermitteln: Der jeweilige Händler gibt mir eine Zeitspanne vor, in der sein Angebot zu einem bestimmten Kurs gilt. Per Klick auf „aktualisieren“ verändert sich der Wert, wenn auch nur um wenige Cent. „Außerbörslicher Direkthandel“ heißt der Vorgang.

Ratgeber bezeichnen die Option als einfach für den Einstieg und besonders transparent im Vergleich zum Handel an der Börse. Klingt nach einem guten Weg für meinen Testkauf. Andererseits ist zu lesen, dass der Direkthandel weniger strengen Regeln unterliegt. Also erst einmal die Alternativen prüfen.

Beitrag teilen:
1 2

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?