Stimmt die Rendite bei Ihrem Investment? herMoney sagt, wie sie das herausfinden! Teil 2 der Serie zu Aktienkennzahlen.

Sie wollen in Aktien investieren? Gute Sache! Aber vor einem Kauf sollten Sie die wichtigsten Kennzahlen kennen. Das KGV hatten wir Ihnen bereits vorgestellt. Im 2. Teil der Serie geht es um die Gewinnrendite.

Wenn Sie Ihr Geld auf das Sparbuch packen, sind Sie immer im Bilde: Die Bank sagt Ihnen, wie sich Ihr Geld verzinst. Auch bei Anleihen wissen Sie, welchen Zins – den sogenannten Kupons – Sie pro Jahr kassieren. Bei Immobilien ist es schon schwieriger, die genaue Rendite zu beziffern. Zwar lässt sich die Immobilien-Rendite einfach berechnen. Dafür ziehen Sie von der Jahreskaltmiete zunächst die jährlichen Nebenkosten ab, die sie nicht auf Ihren/Ihre Mieter umlegen können. Dann teilen Sie den Betrag durch den Kaufpreis (Kaufnebenkosten nicht vergessen!) und multiplizieren das Ergebnis einfach mit 100. So schön, so gut – wenn es keine Reparaturen gibt, für die Sie als Eigentümerin gerade stehen müssen. Und wie sieht es bei Aktien aus? Rentiert es sich überhaupt, eine Aktie zu kaufen? Wird Ihr eingesetztes Kapital also gut verzinst? Oder erreichen Sie mit anderen Vermögensanlagen vielleicht sogar eine höhere Rendite?

Gewinnrendite als Indikator

Auskunft über die Verzinsung einer Aktie gibt die sogenannte Gewinnrendite. Sie ist die Inverse des Kursgewinnverhältnisses (KGV). Bei der Gewinnrendite wird der Gewinn pro Aktie also ins Verhältnis zum Kurs gesetzt. Ein Beispiel: Die Aktie des deutschen Software-Konzerns SAP notiert bei gut 92 Euro und der erwartete Gewinn pro Aktie wird für 2018 mit gut 4,41 Euro prognostiziert (Quelle: comdirect). Teilen Sie nun den erwarteten Gewinn durch den Kurs der Aktie und multiplizieren das Ergebnis mit 100 (4,41: 92 x 100). Die so errechnete Gewinnrendite liegt demnach bei 4,77 Prozent – und damit deutlich über der Rendite von festverzinslichen Wertpapieren bzw. den Zinsen, den Ihre Bank Ihnen für Bankeinlagen gewährt.

Der Gewinn pro Aktie errechnet sich aus dem Unternehmensgewinn geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Wie auch beim KGV wird in der Regel aber der erwartete Gewinn je Aktie für die Berechnung herangezogen – die Rechnung basiert also auf Prognosen. Zudem schwankt der Kurs einer Aktie – und damit auch die Gewinnrendite. Wenn Sie also die Gewinnrendite von unterschiedlichen Aktien vergleichen, achten Sie darauf, dass einen einheitlichen Stichtag wählen!

herMoney-Tipp:

Keine Kennzahl ist so gut, dass Sie sich einzig auf sie verlassen sollten. Jede Kennzahl kann Ihnen aber eine Orientierung geben! Die Gewinnrendite ermöglicht eine Einordnung – zum Beispiel im Vergleich zu anderen Anlageklassen. Bevor Sie aber eine Aktie kaufen, sollten Sie verschiedene Kennzahlen prüfen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) haben wir Ihnen bereits vorgestellt, weitere wichtige Kennzahlen werden folgen.

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