Luxus-Brands können oder wollen Sie sich nicht leisten? Vielleicht aber mögen Sie am Erfolg teurer Marken Geld verdienen?

Gehören Sie zu den Frauen, die schöne Sachen mögen? Und zudem zu den Frauen, die ihr Geld anlegen möchten? Dann schlagen Sie doch zwei Fliegen mit einer Klappe. Nämlich mit einem Invest in Aktien oder Fonds der Luxusartikelhersteller. Die weltweit steigende Nachfrage von Konsumenten nach Marken-Produkten und der daraus resultierende Aufwärtstrend lassen die Kassen klingeln.

Wohlstand, Coolness und Nachhaltigkeit – darum funktionieren Luxus Fonds

Wohlstand: Die Designerhandtasche für 6.000 Euro, ein Prêt-à-porter Teil von Chanel im fünfstelligen Bereich oder der Ferrari für Ich-weiß-nicht-wieviel: Reiche Menschen haben das nötige Kleingeld und leisten sich die hochpreisigen Artikel, wie der Normalverdiener die Handtasche für 100 Euro. Laut des Global Wealth Reports 2018 der Credit Suisse gibt es weltweit aktuell mehr als 42 Millionen Millionäre, Tendenz steigend. Starken Einfluss auf den Luxusgüter Sektor hat Asiens wachsende Mittel- und Oberschicht. Sie zählt zu dem weltweit größten Käuferkreis von Designermode, Schmuck, Autos und Markenartikel der gehobenen Preisklasse.

Coolness: Gucci, Louise Vuitton, Hermes, Estée Lauder – haben wir alle schon von gehört. Das beweist, dass die Unternehmen ihre Marketing-Hausaufgaben bestens erledigt haben. Sie präsentieren sich per Annoncen in den bekannten Hochglanzmagazinen und investieren seit längerem auch viel Geld in Social-Media-Kanäle. Sie statten Vips und Promis aus, oder kooperieren mit angesagten Influencern, die wiederum die Items auf ihren Plattformen bewerben. Kurz und gut: Die Strategie geht auf, die Reichweite hat sich enorm erhöht, das Marken-Bewusstsein auch.

Nachhaltigkeit: Weiterer Pluspunkt für die Branche: Sie setzt vermehrt auf Nachhaltigkeit. „Um nachhaltig zu sein, muss man auch nachhaltig einkaufen“, sagte Modedesignerin Stella McCartney in einem Interview mit Harpers Bazar. Sie sei ein großer Fan von Vintage-Mode und eine Verfechterin nachhaltiger Strategien. So ziehe sie es vor „über einen längeren Zeitraum etwas mehr zu investieren und dafür ein Teil auszusuchen, auch von High Street-Brands, anstatt 20 in einer Woche, die in den Müll geworfen werden.“

Modegiganten wie Michael Kors, DKNY, Burberry oder Versace verzichten neuerdings auf Felle in ihren Kollektionen. Gucci verbannt komplett den „Rohstoff“ Pelz aus seinem Sortiment und versteigert die Altbestände an Pelzkleidung auf einer Wohltätigkeitsauktion. Der Erlös geht an Tierschutzorganisationen. Laut Gucci Präsident Marco Bizzarri möchte das Label mit dem Pelzverzicht demonstrieren, „dass Nachhaltigkeit ein Kernbestand unsers Geschäfts“ sei. Nachhaltiges Handeln und Denken bringt Sympathien. Reich, schön und gut – der Luxus-Sektor funktioniert.

Diversifikation oder Risiko?

Ist Ihnen das Thema Luxus sympathisch, können Sie ihr Stückchen vom Kuchen abbekommen. Für die einen bedeutet Luxus Geld ausgeben, für Sie kann es bedeuten: Geld verdienen. Hinter vielen Brands stecken nämlich Aktiengesellschaften, an denen Sie sich beteiligen und Gewinne in Form von Dividenden oder Kursgewinnen einfahren können.

Aktien

Wer sein Geld in Aktien investieren möchte, hat die Qual der Wahl: Burberry, Hermes, Tiffany, Dior, Prada Spa, Kering… die Liste der Luxusgüter-Aktien ist lang. Nicht zu vergessen der Branchenführer der Luxusgüterindustrie LVMH (Moët Hennessy – Louis Vuitton). Der Konzern hält die Rechte an über 60 Marken aus den Bereichen Spirituosen, Mode, Lederwaren, Kosmetik, Uhren und Schmuck.

Fonds oder ETFs?
Wer sich für ein Investment in Luxus-Brands interessiert, sich aber scheut, auf eine einzelne Aktie zu setzen, kann alternativ in einen Luxusgüter Fonds investieren. Eine breite Streuung reduziert die Anlagerisiken. Die meisten Fonds gehen in Titel, die vorzugsweise zur Luxusgüterindustrie gehören oder über ein starkes internationales Marken Image verfügen. Im Portfolio finden sich dann neben LVMH, Kering, Polo Ralph Lauren „normale“ markenorientierte Aktien wie BMW, Adidas oder Luxottica. Während Sie als Anlegerin gleich zwischen mehreren Dutzend aktiv gemanagten Investmentfonds wählen können, haben Sie bei der Suche nach einem ETF in diesem Segment nicht wirklich die große Auswahl. Aktuell bietet lediglich die französische Vermögensverwaltung Amundi eine passive Anlagestrategie an. Der Amundi S&P Global Luxury ETF spiegelt die Entwicklung des S&P Global Luxury Indizes wider, der die weltweit 80 größten Unternehmen des Luxussegmentes bündelt.

herMoney-Tipp:

Kritiker geben zu bedenken: Bleiben die Asiaten eine kaufkräftige Zielgruppe? Unterliegt die eine oder andere Marke einem Trend und ist im digitalen Zeitalter morgen schon wieder „out“? Befürworter sind überzeugt, dass gerade traditionelle und bekannte Marken in der schnelllebigen Welt ein wichtiges psychologisches Element für die Konsumenten sind, da sie für beständige Werte stehen. Sie können die Risiken durch breite Streuung reduzieren. Ein populäres Börsenzitat von Warren Buffett lautet: „Investiere nur in eine Aktie, deren Geschäft du auch verstehst.” Und wer bitte versteht mehr von Haute Couture, Mode und BlingBling als Frauen!

 

Ines BaurInes Baur hat ihre journalistische Karriere beim Fernsehen begonnen. Nach der Geburt ihres dritten Sohnes hat sich die gelernte Bankkauffrau auf Print- und Online-Medien spezialisiert. Schwerpunktmäßig schreibt sie zu den Themen Frauen und Finanzen, Frauen und Alters-Vorsorge, Frauen und finanzielle Selbständigkeit.

 

 

 

 

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