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Sie haben eine gute Geschäftsidee und wollen sich im Nebenjob selbständig machen? Kein Problem! herMoney sagt, was Sie beachten sollten!

Tendenziell geht die Gründungstätigkeit in Deutschland seit 15 Jahren eher zurück.  Der Anteil der weiblichen Gründer ist laut einer Studie der KfW jedoch deutlich gestiegen. Weiter zeigt die Studie, dass Frauen häufiger im Nebenerwerb gründen. Doch wie kompliziert ist es, in der Bürokratiehochburg Deutschland eine Firma im Nebenjob zu gründen? Was sollten Sie als Festangestellte wissen und beachten, wenn Sie sich im Nebenjob selbständig machen möchten? herMoney hat nachgefragt!

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Muss ich meinen Arbeitgeber fragen?

Die erste Frage, die sich viele stellen ist: Darf ich einfach so loslegen, obwohl ich festangestellt bin? Ja, Sie dürfen – ein Okay vom Chef brauchen Sie nicht, es sei denn, Sie haben das in Ihrem Arbeitsvertrag ausdrücklich so vereinbart. „Es steht jedem frei, neben seinem Hauptberuf eine nebenberufliche Tätigkeit auszuüben,“ weiß Harald Hof von der betriebswirtschaftlichen Beratung der IHK für München und Oberbayern. „Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sind grundsätzlich dazu befugt ohne besondere Erlaubnis des Arbeitgebers, eine zweite Tätigkeit aufzunehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine abhängige oder selbständige Nebentätigkeit handelt.“ Ausnahme: Für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst gilt die Anzeige- und Genehmigungspflicht. Sie müssen sich die Erlaubnis beim Dienstherren einholen.

Maximale Arbeitszeit: Wie viel darf ich denn?

Ihr Arbeitgeber hat Anspruch auf Ihre volle Arbeitskraft – Sie haben Anspruch auf das volle Gehalt. Arbeitnehmer sind verpflichtet, eine Leistungsminderung zu vermeiden, die beispielsweise durch Übermüdung oder Überarbeitung entstehen kann. Das Arbeitszeitgesetz regelt in Paragraf 3 ArbZG: „Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.“

Für Angestellte mit einer 40 Stunden Woche wird es also eng. Wenn Sie meinen, dass ja eh niemand mitbekommt, wie viel Sie nebenher arbeiten, machen Sie sich bewusst, dass die gesetzlichen Arbeitszeitbestimmungen nicht dazu da sind, um Arbeitnehmer zu gängeln. Sondern um sie zu schonen. Mit einer permanenten Doppelbelastung (für Mompreneurs Dreifachbelastungen) ist die Gefahr groß, irgendwann zusammenzuklappen.

Im Streitfall können übrigens Stundenabrechnungen mit Kunden oder Öffnungszeiten auf Flyern – für oder gegen Sie – als Nachweis dienen. Deshalb: Wenn Sie eine nebenberufliche Selbständigkeit planen, kommen Sie nicht darum herum, ihr Arbeitspensum in der Festanstellung zu reduzieren. Vielleicht macht es für Sie ja auch Sinn, in der Gründungsphase im Hauptberuf Teilzeit zu arbeiten und die Möglichkeit einer Brückenteilzeit zu nutzen?

Sprechen Sie mit Ihrem Partner!

Egal ob Sie einen regelmäßigen Blog schreiben oder einen kleinen Vertrieb mit selbst genähten Babyklamotten aufbauen wollen: Sie werden Zeit brauchen, viel Zeit. Sind Sie in einer Partnerschaft? Dann bereden Sie Ihr Vorhaben vor dem Start miteinander. Es gilt Lösungen für stressige Zeiten zu finden. Kann der Partner bei Familie und Haushalt unterstützen? Hat er einen 40 Stunden Job oder arbeitet in Schicht? Überlegen Sie, ob Hilfe von Dritten kommen kann: Eine Oma, eine Haushaltshilfe, ein Babysitter.

Freiberufler, Gewerbetreibender?

Freiberuflich oder gewerblich? Wissen Sie, was für ihre Pläne als Selbständige zutrifft? Kommt ganz darauf an, mit was Sie sich selbständig machen möchten. Bei Unsicherheiten, hilft nur eins: Fragen Sie nach. Beim Steuerberater, Gewerbeamt, IHK oder dem Institut für freie Berufe. Der Status Quo wirkt sich auf die Planung der Selbständigkeit aus. Gewerbetreibende müssen unter anderem ein Gewerbe anmelden, Freiberufler nicht.

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