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Unsere Kolumne handelt diesmal von rauschenden Hochzeitsfesten und einem spontanen Ja-Wort. Zwei Beispiele für eine kleine und eine große Feier.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich aus der Art falle. Hochzeit? Ja, ich habe geheiratet. Vor sechs Jahren war das. Mein Mann und ich waren schon 13 Jahre zusammen, bevor wir schließlich vor den Traualtar traten. „Traualtar“ ist vielleicht nicht das richtige Wort. Korrekt muss es heißen: Bevor wir uns vor der Standesbeamtin das Ja-Wort gaben.

Wie besonders unsere Hochzeit gewesen sein muss, habe ich wieder gemerkt, als wir zu einer Taufe eingeladen waren. In der Kirche saß meine Freundin Maxi neben mir. Sie bekam ganz leuchtende Äuglein. „Was ist los?“, frage ich sie. „Ach nichts – ich habe mir nur gerade meine Hochzeit vorgestellt!“

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Das große Hochzeitsfest: Ein Event fürs Leben?

Später am Kuchenbuffet fragte ich Maxi nach ihren Hochzeitsplänen. Nein, gläubig sei sie nicht. Aber eine Hochzeit ohne kirchliche Zeremonie – „das kann ich mir wirklich nicht vorstellen“. Inzwischen hat sich Lou zu uns gesellt, die vor einem Jahr geheiratet hat. „Das war einer der schönsten Tage in meinem Leben“, schwärmt sie. Nach dem Standesamt ging es mit einer Kutsche zur Kirche, im traumhaften weißen Kleid. Alle Freunde und Bekannten waren da!

Hochzeit_GeldUnd klar: Nach der Trauung gab es ein rauschendes Fest mit Live-Musik in einem tollen Lokal. Die meisten der mehr als 100 Gäste haben bis in den Morgen hinein gefeiert. „Wow“, sage ich, „das klingt toll“. Diesen Tag wird Lou bestimmt nicht vergessen.

„Wie habt ihr das alles hinbekommen?“, will ich wissen. Lou lacht. „Nein, kein professioneller Hochzeitsplaner. Wir haben uns selbst um alles gekümmert.“ Sie habe erst einmal fleißig gespart und dann gut ein Jahr vor der Hochzeit mit den Vorbereitungen begonnen: Termin festgelegt, Lokalitäten verglichen, verschiedene Bands angehört, Speiseplan und Gästeliste, Kutsche, Limousinen, dann die Geschenkeliste, Blumenschmuck, Deko und noch eine Hochzeitsversicherung organisiert. „Man weiß ja nie, ob nicht vielleicht doch etwas dazwischenkommt.“

Und klar: Die Suche nach dem passenden Outfit habe sie viel beschäftigt. Gott sei Dank habe sie auf ihre Freundinnen bauen können. Die haben mit ihr Prospekte gewälzt und sie bei den Anproben begleitet. „Das war eine schöne Zeit“, erinnert sie sich, „wir haben riesig viel Spaß gehabt.“

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Kleine Feier in der Kneipe

Ich erinnere mich an meine Hochzeit. Nein, Monate der Planung gab es bei mir nicht. Aber auch ich habe Spaß gehabt und werde diesen Tag ganz sicher nicht vergessen. Morgens ging es zum Standesamt, um einen Termin für die Trauung anzumelden. Und zwei Stunden später fuhr ich – verheiratet – ins Büro …

Ich sehe sie noch vor mir sitzen, die Standesbeamtin, wie sie schelmisch ihren Kopf hebt. Und dann sagt: „Sie können auch jetzt direkt …“ Wir guckten uns an und schnell war klar: „Yes, we can!“ Kein Kleid, kein Friseur, kein Stress: Bis zum Termin war noch eine halbe Stunde Zeit.

Genug, um Kinder, Eltern und engste Freunde anzurufen und einen Blumenstrauß zu kaufen. Und eine lange Hose für meinen Mann, der in Shorts unterwegs war. Er wollte mittags mit einem Freund zum Wanderurlaub aufbrechen.

Daraus wurde nichts, den Urlaub mussten die beiden um einen Tag verschieben. Nicht wegen unserer Hochzeit, sondern wegen eines Wolkenbruchs, der unseren Keller unter Wasser setzte. Ich wurde aus dem Büro nach Hause beordert. Gemeinsames Aufwischen und Aufräumen war angesagt. Abends haben wir Freunde beim Essen in einer Kneipe getroffen und viel Spaß gehabt.

Zeit und Geld in die Zukunft investieren!

Feste feiern und die Kosten im Griff behalten – mir fallen die Beziehungs-Investoren ein. Trotz Sparbemühungen haben die beiden Blogger fast 10.000 Euro für ihre Hochzeit ausgegeben, wie sie mir im Interview erzählt haben. Ich frage Lou, was ihre Feier gekostet hat „Ja, das war schon teuer“, druckst sie herum. „Aber das war es uns auch wert!“ Auch Maxi will bei ihrer Hochzeit nicht ans Geld denken. Dafür legt sie seit Monaten viel beiseite.

„Macht es nicht mehr Sinn, sich ein Jahr lang mit den finanziellen Folgen des Ehevertrages zu beschäftigen und das viele Geld in die Altersvorsorge zu investieren?“, frage ich provozierend. Doch das zieht nicht, die beiden sind nicht einmal sauer. Mein Einwand wird schlicht mit Mitleid quittiert.

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