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4. Absicherung bei Unfall und Invalidität: Gut abwägen!

Die Folgen eines Unfalls können teuer werden; vor allem, wenn das Kind bleibende Behinderungen davonträgt. Der gesetzliche Schutz reicht dann nicht aus, um Umbauten zu finanzieren, dem Kind eine lebenslange finanzielle Sicherheit zu garantieren oder gar eigene Einkommensausfälle zu kompensieren, die durch die Betreuung entstehen. Deshalb empfehlen Assekuranzen oft den Abschluss einer Unfallversicherung. „Doch ein Unfall ist nur in 0,3 Prozent der Fälle Ursache einer Schwerstbehinderung von Kindern“, weiß Elke Weidenbach. In 60 Prozent der Fälle dagegen sind Krankheiten die Ursache für bleibende Schäden oder Invalidität – und das ist bei Unfallversicherungen nicht mitversichert. Wer sein Kind auch vor den Folgen von Krankheiten absichern möchte, benötigt deshalb eine Kinder-Invaliditätsversicherung. Diese Police ist mit Jahresbeiträgen zwischen 300 und 500 Euro aber auch deutlich teurer. „Ob eine Versicherung Sinn macht, muss jeder selbst entscheiden – und er muss sicher sein, sie auch durchgängig bezahlen zu können“, so Weidenbach.

5. Krankenversicherung ist Pflicht, Zusatzversicherungen sind meistens verzichtbar!

Die Krankenversicherung gehört zu den Pflichtversicherungen in Deutschland, auch für Neugeborene, die zwei Monate nach der Geburt angemeldet werden müssen. Ob privat oder gesetzlich versichert, hängt vom Versicherungsstatus der Eltern ab. Sind sie in der Gesetzlichen versichert, greift die Familienversicherung – das Kind ist automatisch mitversichert. Eine Privatpolice oder ein eigener Beitrag in der Gesetzlichen wird fällig, wenn der Hauptverdiener privat versichert ist.

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Neben der Grundversicherung bieten die Assekuranzen eine Reihe von Zusatzversicherungen für Kinder. Ob Krankenhaus-Zusatzversicherung oder ambulanter Premiumschutz: Diese Policen sind oft verzichtbar. Behandlungen durch Heilpraktiker etwa, die in ambulanten Zusatzpolicen enthalten sind, bieten auch zahlreiche gesetzliche Kassen. Und Leistungen – wie etwa bei Zahnbehandlungen – benötigen Neugeborene nicht. Der Abschluss von Zahnzusatzversicherungen macht nach Einschätzung von Versicherungsexperten in der Regel erst ab 40 wirklich Sinn.

6. Vorhandenen Schutz prüfen und anpassen!

Bei vielen Versicherungen wie Rechtschutz, Haftpflicht, Hausrat, Auslandsreise-Krankenversicherung sind Kinder über die Eltern mitversichert, so lange sie minderjährig bzw. noch in der Ausbildung oder im Erst-Studium und unter 25 sind. Versicherungsexpertin Weidenbach empfiehlt, bei der Assekuranz nachzufragen und gegebenenfalls aufzustocken, falls kein Familienschutz besteht.

Und dann nicht vergessen, die Policen regelmäßig zu checken. „Nach der Geburt eines Kindes sind Eltern oft übereifrig. Weniger aufmerksam sind sie dagegen, wenn es später um die Anpassung des Versicherungsschutzes geht“, weiß Bianca Boss vom Bund der Versicherten aus Erfahrung. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für das Kind etwa sollte in jungen Jahren abgeschlossen werden – bereits  in der Oberstufe oder spätestens zu Ausbildungs- oder Studienbeginn. Denn für diese Police gilt: Je jünger und gesünder der Versicherte, desto günstiger die Police!

Auch lohnt es sich, bestehende Sachversicherungen regelmäßig zu überprüfen. „Neuere Tarife bieten oft mehr Leistungen oder werden bei gleichen Leistungen günstiger angeboten“, sagt die Spezialistin.

herMoney-Tipp:

Viel hilft viel – vor allem den Anbietern der Policen. Statt Ihren Emotionen zu folgen („Alles für mein Kind!“), überlegen Sie ganz genau, welchen Versicherungsschutz Ihr Kind tatsächlich benötigt. Eventuell macht es mehr Sinn, für Ihren Nachwuchs per Fonds- oder ETF-Sparplan mit dem Vermögensaufbau zu beginnen, als teure Zusatzpolicen abzuschließen!

Dieser Artikel der Autorin ist zuerst in der BRIGITTE veröffentlicht worden.

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