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„Die Rente ist sicher“ – Das war einmal. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie wichtig die private Altersvorsorge in Zukunft sein wird.

Sie brauchen noch einen kleinen Schubs, um mit Ihrer privaten Altersvorsorge in die Gänge zu kommen? Nicht verzagen, da sind Sie nicht allein. Schließlich sind weder „Alter“ noch „Sorge“ angenehme Begriffe! Außerdem lassen uns die Politiker so hübsch hoffen, mit der gesetzlichen Rente habe man alles bestens im Griff. Das ist aber keineswegs so.

Die „doppelte Haltelinie“ soll uns beruhigen, gilt aber nur bis 2025!

Die Politiker sagen, es gebe die sogenannte „doppelte Haltelinie“. Das bedeutet, das Niveau der gesetzlichen Rente soll nicht unter die Grenze von 48 % des Durchschnittslohns sinken. Gleichzeitig sollen die Beiträge auf maximal 20 % des Bruttolohns gedeckelt sein. Das gelte zumindest bis zum Jahr 2025. Hoppla. Das ist ja schon in sechs Jahren!

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Wie es danach aussieht, bestimmt die Demografie. Sie liefert handfeste Daten, die unter die Haut gehen. Die Demografie ist eine ziemlich präzise Wissenschaft. So verwehrt sich der Freiburger Finanzwissenschaftler und Rentenspezialist Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen regelmäßig dagegen, dass es sich bei demografischen Trends um „Bevölkerungsprognosen“ handle. „Wir Demografen arbeiten nicht mit Prognosen, weil alles, was wir betrachten, schon da ist. Diejenigen, die in 20 Jahren 80 werden, sind heute schon auf der Welt“, argumentiert er.

Und wenn wir uns die demografischen Trends ansehen, wird deutlich, dass es eine gute Idee ist, lieber früher als später finanziell an die private Altersvorsorge zu denken. Hier erfahren Sie, wie’s geht.

Zwei statt vier Steuerzahler pro Rentner – Wie soll das funktionieren?

In den 1980er Jahren haben in Europa noch vier Steuerzahler einen Rentner finanziert. In den USA kamen sogar fünf Steuerzahler auf einen Rentner. In Japan sieben. Damals war es für die aktiv Beschäftigten leicht, die Rentner finanziell zu versorgen, denn die Last verteilte sich auf viele.

Schon 2020 – das ist nächstes Jahr! – sind es in Europa nur etwas mehr als zwei Steuerzahler, die einen Rentner tragen. Im Jahr 2050 kommen auf einen Rentner sogar weniger als zwei Steuerzahler. Sie können sich gern überlegen, welche zwei Teenager, die Sie kennen, später einmal Ihre Rente wuppen sollen!

Dieser Trend ist in fast allen Regionen der Welt ähnlich. In Japan etwas stärker als in Europa und in den USA etwas schwächer. Aber die Tendenz ist gleich.

Die Staatsschulden steigen weiter

Reinhard Panse, Chief Investment Officer beim Vermögensverwalter HQ Trust, verweist auf folgende Tatsache: Die Staatsschulden werden die künftige Last der Steuerzahler noch weiter vergrößern. Aber nicht nur die Staatsschulden steigen, sondern auch die privaten Schulden erreichen Rekordstände. Da muss man sich fragen, wie oder ob die Schulden jemals zurückgezahlt werden können. „Das wird schlichtweg nicht gehen – weder in Japan noch in Europa oder in den USA“, ist Panse überzeugt.

Letztendlich müssen Steuerzahler im Jahr 2050 also nicht nur eine steigende Anzahl an Rentnern finanziell versorgen. Sie müssen auch noch die Finanzierung der Staatsschulden wuppen. Geschenke für Rentner dürfte es aus dem Staatssäckel dann kaum geben.

herMoney-Tipp: An die private Altersvorsorge denken!

Angesichts dieser Entwicklungen ist keineswegs sicher, dass das Versprechen der doppelten Haltelinie durchzuhalten ist. Daher sollten Sie neben der gesetzlichen Rente unbedingt auch privat vorsorgen. Die Gefahr, dass Sie später zu viel Geld haben, dürfte denkbar gering sein! Und falls doch, dann geben Sie es einfach aus!

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