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Der Ruf nach Nachhaltigkeit hat die Finanzbranche bereits vor Jahren erreicht. Die ersten Änderungen werden wohl 2020 sichtbar.

Das ist notwendig, schließlich muss auch die Finanzbranche dazu beitragen, den Klimawandel abzufedern. Was die Politik plant, damit jeder Investor in Zukunft über Nachhaltigkeit nachdenken muss.

Klimawandel im Fokus der UN

Derzeit ist Greta und Fridays for Future in aller Munde. Doch die Finanzpolitik ist in Sachen Klimaschutz & Co. schon seit Jahren am Ball. Vor vier Jahren haben sich die 193 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen (UN) dazu verpflichtet, die drängendsten Probleme der Welt gemeinsam anzugehen. Mit der Agenda 2030 verabschiedeten sie 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals, kurz SDG. Eines dieser Ziele ist der Klimaschutz. Es sollen aber auch Armut und Hunger bekämpft, der Zugang zu sauberem Wasser gesichert und die Gleichberechtigung der Geschlechter vorangetrieben werden.

Die 17 Ziele der Vereinten Nationen im Überblick

  • keine Armut mehr
  • kein Hunger mehr
  • Gesundheit und Wohlergehen für alle
  • hochwertige Bildung für alle
  • Gleichheit zwischen den Geschlechtern
  • Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen
  • saubere und bezahlbare Energie
  • menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Innovation und Infrastruktur
  • weniger Ungleichheiten
  • nachhaltige Städte und Gemeinden
  • nachhaltiger Konsum und Produktion
  • Klimaschutz
  • Schutz des Lebens unter Wasser
  • Schutz des Lebens an Land
  • Frieden
  • Gerechtigkeit
  • Stärkung der Institutionen
  • Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Nachhaltige FinanzbrancheEU-Finanzpolitik forciert mehr Nachhaltigkeit in der Finanzbranche

Anknüpfend an die Agenda 2030 der UN und an das Pariser Klima-Abkommen hat die EU-Kommission dann im Frühjahr 2018 einen EU-Aktionsplan vorgestellt. Er zeigt, wie das Finanzwesen zur Finanzierung des Klimaschutzes und einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung herangezogen werden soll.

Als erster Schritt ist dabei ein EU-Label für die Nachhaltigkeit von Geldanlagen geplant. Denn derzeit ist noch nicht klar, welchen Kriterien eine nachhaltige Kapitalanlage genügen muss. Bisher unterscheidet sich die Definition der ESG-Kriterien von Produkt zu Produkt und von Anbieter zu Anbieter des Finanzmarkts.

Unterm Strich sollen Kapitalströme in nachhaltige Anlagen des Finanzsektors umgeleitet werden. So sind derzeit europaweit etwa 400 Milliarden Euro in Nachhaltigkeitsfonds und -ETFs angelegt. Das verwaltete Volumen soll auf eine Neuanlage von 180 Milliarden Euro jährlich steigen.

Finanzwirtschaft der Zukunft soll Anleger über Umweltrisiken aufklären

Nachdem im Juni 2019 erste Ansätze vorgelegt wurden, fielen die Bewertungen von Verbänden erst einmal verhalten aus. Denn noch konzentriert sich das Vorhaben allein auf ökologische Faktoren und damit auf den Klimawandel. Soziale Komponenten wie die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter finden keine Beachtung. Auch Aspekte der Unternehmensführung bleiben bisher außen vor.

Das ändert aber nichts daran, dass voraussichtlich ab 2020 Nachhaltigkeitsfaktoren bei allen herkömmlichen Anlagen in das Risikomanagement einfließen sollen. Zudem sollen Anleger künftig vor dem Abschluss eines Finanzproduktes nicht nur über die ökonomischen Chancen und Risiken informiert werden, sondern auch über Umweltrisiken.

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