Newsletter

herMoney Newsletter

Registrieren Sie sich jetzt zu unserem kostenlosen Newsletter und verpassen Sie nie wieder die neuesten Tipps und Neuigkeiten für Ihr finanzielles Wohlergehen.

Jetzt Finanzwissen sichern

KI ist eine revolutionäre Technologie. Auch im Finanzsektor findet sie Anwendung. Und Sie können profitieren!

Ihnen sind die gigantischen Daten-Sammler wie Google, Amazon & Co. nicht ganz geheuer? Bei dem Gedanken, dass solche Firmen alle möglichen Daten von uns sammeln und auf die eine oder andere Weise auswerten, kann es einem mulmig werden. Aber ganz realistisch gesehen: Viel dagegen unternehmen können wir nicht, es sei denn, wir shoppen nie mehr online, zahlen nur noch bar (solange es noch möglich ist) und haben unser Handy ständig im Flugmodus, so dass es überflüssig wird.

If you can’t fight them, join them!

Vielleicht sollten wir den Spieß einfach umdrehen und versuchen, von Big Data zu profitieren? Möglich ist das – beispielsweise über Fonds! Aber zunächst einmal: Was genau ist eigentlich Big Data, und was macht Künstliche Intelligenz so schlau?

Ein Portfoliomanager gab mir einmal eine eingängige Erklärung: „Big Data ist, wenn die Datenmenge nicht mehr auf Deinen PC passt!“ Es handelt sich also um sehr große Datenmengen. Das können z.B. Börsenkurse oder Zins-Daten sein, positive oder negative Social-Media-Posts zu bestimmten Unternehmen oder deren Bilanz-Kennzahlen. Die einzelnen Datenreihen nennt man „Faktoren“ und sie sollten nach Möglichkeit vollständig und mindestens über einen Wirtschaftszyklus hinweg vorhanden sein.

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Finanzwelt?

Wenn man das System mit mehreren solcher „Faktoren“ befüllt hat, muss man bei Anwendungen in der Finanzbranche dazu die tatsächlichen Börsenkurse und eine oder mehrere Zielgrößen eingeben. Ziele können die Maximierung der Wertentwicklung oder die Minimierung der Depot-Schwankungen sein. Dann lässt man die Maschine machen.

Das System erkennt dann sogenannte „Muster“, die in der Vergangenheit aufgetreten sind, und mit denen Depots künftig auf die Zielgrößen hin optimiert werden können. Hier von „Intelligenz“ zu sprechen, scheint etwas übertrieben. Letztlich stellt das System anhand der vorhandenen Daten nur Millionen von Portfolien zusammen und schaut nach, welche Depotzusammenstellung am besten gewesen wäre.

Aber das tut das System unermüdlich und frei von Angst, Stress oder sonstigen Emotionen. Es kann viel mehr Informationen „lesen“ und verarbeiten als eine ganze Armada von Menschen der Finanzwelt.

Werbung

Welche KI-Fonds gibt es?

Zu den wichtigen Unternehmen des KI-Sektors zählen die „üblichen Verdächtigen“ – wie die Google-Mutter „Alphabet“ oder die Technologiebörse „Nasdaq“. Aber auch dem Laien weniger bekannte Unternehmen wie das Online-Marketingunternehmen „Criteo“ oder das auf Bildverarbeitungssysteme spezialisierte Unternehmen „Keyence“ zählen zu den wichtigen Anbietern in diesem Segment.

Auf einzelne Unternehmen zu setzen, ist immer riskant. Wenn Sie der Meinung sind, dass sich der Trend zu KI und Big Data nicht aufhalten lässt und Sie darin investieren wollen, tun Sie das am besten über einen Fonds. Damit investieren Sie nicht in eine einzelne Firma, die womöglich einen wichtigen Trend verpasst, sondern Sie verteilen das Risiko gleich auf mehrere Anbieter.

Natürlich enthalten auch Technologie-Fonds das eine oder andere Unternehmen, das sich auf KI- oder Big-Data-Themen spezialisiert. Wenn Sie aber ganz gezielt und nur auf Unternehmen dieser Zukunftsbranchen setzen möchten, dann wählen Sie lieber einen entsprechend fokussierten Fonds.

Dazu gehören beispielsweise der Edmond de Rothschild Fund Big Data mit der ISIN LU1244893852 oder der ODDO BHF Artificial Intelligence Fonds (ISIN: LU1919842267). Beide sollte man unter Nennung der ISIN-Nummer bei jedem Kreditinstitut erhalten können.

Außerdem gibt es mittlerweile auch Exchange Traded Funds (ETFs), die passiv einen KI-Index abbilden und dabei niedrigere laufende Kosten aufweisen als aktiv gemanagte Fonds.
Beispiele:

  • WisdomTree Artificial Intelligence UCITS ETF (ISIN DE000A2N7NJ6)
  • Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF (ISIN: IE00BGV5VN51)
  • Amundi STOXX Global Artificial Intelligence UCITS ETF (LU1861132840).

KI kommt auch im Fondsmanagement zum Einsatz

In der Finanzindustrie gibt es auch Anbieter, die KI-Technologie im eigenen Investmentprozess einsetzen. Der erste davon ist der Acatis AI Global Equities (ISIN: DE000A2DR2L2), der im Juni 2017 aufgelegt wurde. Er wählt Aktien einzig durch Künstliche Intelligenz aus. Sein Initiator, Dr. Hendrik Leber, forscht mit seinem Team seit mehreren Jahren im Bereich der KI, um sie für das Portfoliomanagement nutzbar zu machen.

Ein weiterer Fonds, dessen Anlage-Entscheidungen ausschließlich durch KI erfolgen, ist der im November 2018 aufgelegte Data Intelligence Fund (ISIN: DE000A2H9A76). Dahinter steht die Frankfurter Vermögensverwaltung Catana Capital, die mit Hilfe des Bonner Forschungs- und Entwicklungsunternehmens Stockpulse GmbH Fonds-Social-Media-Daten aus dem Netz zusammenträgt und auswertet.

herMoney-Tipp

Auch wenn sich viele KI-Modelle noch in der Entwicklung befinden, handelt es sich um einen spannenden Trend, der wohl kaum aufzuhalten ist. Es ist interessant, sich an den entsprechenden Unternehmen zu beteiligen, aber natürlich werden sich auch in diesem Segment die Kurse nicht linear und schnurstracks nach oben bewegen. Zumal viele der Unternehmen nicht aus dem Euro-Raum kommen und somit auch Währungsrisiken bergen.

Wir empfehlen, die Risiken breit zu streuen und nur den Betrag zu investieren, mit dem Sie auch Kursrückgange verkraften können. Vermutlich sind sie vorübergehend, aber man weiß an der Börse nie im Vorhinein, wie lange eine solche Durststrecke dauert. Mehr über Investmentfonds erfahren Sie hier

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

 

Beitrag teilen: