Wie lagere ich Gold?

Geld kommt auf´s Konto, Aktien und andere Wertpapiere liegen im Depot. Und Gold? Sie können Ihre Münzen und Barren natürlich in Ihrer Schmuckschatulle aufbewahren oder im Garten vergraben. Wirklich sicher ist das aber nicht. Manche Versicherungen schließen eine Erstattung nach Einbruch bei ungesicherter Lagerung komplett aus. Falls Sie Ihr Gold dennoch zuhause behalten möchten, um im Fall eines Falles jederzeit darauf zurückgreifen zu können, bewahren Sie es am besten an unterschiedlichen Stellen auf. Ein Tresor im Haus bietet mehr Schutz und Sicherheit. Allerdings sind Tresore nicht ganz billig und müssen bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Lassen Sie sich vor einem Kauf am besten von Ihrer Versicherung beraten, um nach einem möglichen Einbruch nicht leer auszugehen.

Einfacher und gleichfalls anonym können Sie Ihr Gold in einem Bankschließfach lagern – die Bank kontrolliert die Inhalte eines Schließfaches nicht. Die Preise variieren von Bank zu Bank erheblich. Manche Angebote schließen einen Versicherungsschutz mit ein, bei anderen müssen Sie diese Leistung zusätzlich bezahlen. Achten Sie darauf, dass der Versicherungsschutz zum Wert Ihres eingelagerten Vermögens passt und vergleichen Sie die Angebote. Manche Banken bieten Schließfächer allerdings nur ihren Kunden an. Möglich auch, dass keine Fächer frei sind und Sie Vorlieb auf der Warteliste nehmen müssen. Alternativ bieten Münz- und Edelmetallhändler wie Degussa, Pro Aurum oder Goldkontor Schließfächer mit Versicherungsschutz an. Auch hier gilt: Preise und Versicherungsschutz genau vergleichen.

Welche Steuern fallen beim Goldhandel an?

Wenn Sie Goldbarren oder -Münzen kaufen, müssen Sie keine Mehrwertsteuer bezahlen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Bei Barren muss der Reinheitsgehalt bei mindestens 995 Tauselndsten liegen; Münzen dagegen müssen einen Goldgehalt von mindestens 900 Tausendsteln haben und dürfen keine Sammlermünzen sein, bei denen sich der Preis weit vom Materialwert entfernt. Auch der Verkauf von physischem Gold ist nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei – steigt der Kurs, müssen Sie vom Gewinn nichts an den Fiskus abgeben. Allerdings können Sie ihn auch nicht an Verlusten beteiligen, wenn der Kurs fällt.

herMoney Tipp: Informieren Sie sich gründlich, bevor Sie Gold kaufen. Und bewahren Sie dann Kaufquittungen auf jeden Fall auf. Auch Fotos können im Versicherungsfall hilfreich sein, wenn Sie Ihr Gold zuhause aufbewahren. Unser Rat für Goldliebhaberinnen: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Mehr als fünf bis zehn Prozent Ihres Gesamtvermögens sollten Sie nicht in das Edelmetall investieren.

 

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