Erschreckend, aber wahr: Von Gleichberechtigung fühlen sich Frauen im Job weit entfernt – wenn sie Kinder haben!

„Welch’ schönes Wort ist Mutterglück – wie seltsam klänge Gluttermück!“ reimte der Schriftsteller Robert Gernhardt.

Leider sind mit dem Muttersein nicht ausschließlich Glücksgefühle verbunden, vor allem nicht im Job. Das zeigt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts OnePoll im Auftrag des Bürolieferanten Viking. Anlässlich des bevorstehenden Equal Pay Days am 18. März wollten die Initiatoren wissen, wie gleichberechtigt Frauen sich in der Arbeitswelt sehen. Für die Studie wurden insgesamt 1.000 Arbeitnehmerinnen ab 18 befragt, die in Büros beschäftigt sind.

Das ernüchternde Ergebnis: Mehr als jede 2. Frau (56,4 Prozent) ist der Meinung, dass Kinder einen negativen Einfluss auf die Karriere haben! Offenbar hat das klassische Familienmodell längst noch nicht ausgedient: Der Mann ernährt die Familie, die Frau tritt beruflich für ihre Familie zurück. Drei von vier Frauen (74,42 Prozent!) gaben an, dass sie die Umstände ihrer Arbeit verändern müssten, nachdem sie Mutter geworden sind. Und 68 Prozent wechseln nach dem Wiedereinstieg in den Beruf gar auf Teilzeit. Für 37 Prozent der Frauen ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf die größte Hürde, um im Job voranzukommen. Kein Wunder also, dass eine von vier Frauen beklagt, sie habe im Job im Vergleich zu den männlichen Kollegen nur begrenzte Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung.

Noch ein weiter Weg

Die Ergebnisse der Studie legen nahe: Auch Arbeitgeber halten am klassischen Familienmodell fest. Jeder 3. Frau in der Altersgruppe 24 bis 35 Jahre wurde im Bewerbungsgespräch Fragen nach der Familienplanung gestellt. Insgesamt wurde jeder 2. Frau im Vorstellungsgespräch eine oder mehrere „unzulässige“ Fragen gestellt – zur Familienplanung, dem Herkunftsland oder möglichem Engagement in einer Gewerkschaft.

Schlechte Voraussetzungen also für eine gute Bezahlung. Drei von vier Frauen (75,1 Prozent!) hatten oder haben am Arbeitsplatz das Gefühl, unterbezahlt zu sein. Für 42,4 Prozent der befragten Frauen ist es die größte Herausforderung im Beruf, für gleiche Arbeit gleiches Geld zu bekommen, wie die männlichen Kollegen

herMoney-Tipp:

Kinder sind offenbar noch immer Frauensache! Wenn Sie gerne Zeit mit Ihren Kindern verbringen möchten und dafür im Job kürzer treten: Gerne! Machen Sie sich aber die finanziellen Folgen bewusst. Ein Mann ist keine Altersvorsorge – besprechen Sie mit Ihrem Partner, wie der Ausfall Ihres Einkommens ausgeglichen werden kann. Langfristig sinnvoller wäre es vielleicht aber, sich die Kinderbetreuung mit Ihrem Partner zu teilen! Mehr zum Thema Geld und Liebe lesen Sie hier!

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