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Geld ist nicht alles. Aber die richtige Anlage hilft, auch im Alter für sich selbst sorgen zu können.

Das 3. Afterwork-Treffen von herMoney und der Deutschen Bank hat viele Frauen ermutigt, ihre Geldanlage endlich selbst in die Hand zu nehmen.

Frauen interessieren sich nicht für Geld? Von wegen! Trotz des Biergartenwetters kamen am 2. Juli mehr als 80 Frauen zum 3. Afterwork in die Deutsche-Bank-Filiale auf die Düsseldorfer Königsallee, um sich über Geldanlage, Altersvorsorge und vor allem das Thema Geld in der Partnerschaft zu informieren. Am Ende des Abends war klar: Finanzen? Da kümmern wir uns drum!

Ilona Karl, Leiterin der Spezialberatung „Baufinanzierung“ bei der Deutschen Bank in der Düsseldorfer City, eröffnete die Veranstaltung. Danach ermunterte herMoney-Gründerin Anne Connelly die Teilnehmerinnen dazu, sich mit den eigenen Finanzen und den Möglichkeiten der Geldanlage zu beschäftigen. „Als ich meine Karriere in der Investmentbranche begann, hatte ich gar keine Ahnung von Fonds“, gibt Connelly freimütig zu. „Doch beim Start des Trainee-Programms fand ich das total spannend und ich habe mich dann gefragt, warum mein Opa, der Bankdirektor war, mir nicht viel früher davon erzählt hat.“

Geld bedeutet Unabhängigkeit

Die Welt der Finanzen ist nicht nur spannend, der richtige Umgang mit Geld ermöglicht auch Unabhängigkeit, wie Birgit Wetjen, Chefredakteurin von herMoney, in ihrer Keynote erklärte. „Finanziell auf eigenen Beinen zu stehen bedeutet für mich, jederzeit über das eigene Leben entscheiden zu können – was Generationen von Frauen vor uns nicht möglich war“, so die Diplomvolkswirtin. Denn Ehemänner durften noch in den 1960ern über das Geld der Ehefrauen verfügen, selbst wenn sie das Geld mit in die Ehe brachten. Erst ab 1962 durften Frauen ein eigenes Konto eröffnen, erst nach 1968 waren verheiratete Frauen offiziell „geschäftsfähig“.

Seitdem hat sich viel getan. Nicht aber in puncto Geld. Noch immer überlässt die Mehrzahl der Frauen die Geldanlage dem Partner – Geld gilt als wenig sexy und die Geldanlage als kompliziert. Dazu kommt: Jede zweite Frau arbeitet zugunsten der Familie in Teilzeit und verzichtet auf Karriere. Wenn die Ehe hält, ist das kein Problem. Aber jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden, in Großstädten sogar jede 2.

„Frauen wissen oft nicht, welche Folgen es für sie hat, wenn sie zugunsten der Familie im Job kürzer treten“, so die Düsseldorfer Anwältin für Familienrecht Heike Dahmen-Lösche. Sie verweist darauf, dass das Unterhaltsrecht 2008 zu Ungunsten der Frauen geändert worden ist. Auf lebenslangen Unterhalt können Frauen seitdem nicht mehr bauen, weil nach einer Scheidung jeder dem Grundsatz nach für den eigenen Lebensunterhalt aufkommen soll.

Dahmen-Lösche rät Frauen deshalb, einen Unterhaltsanspruch per Ehevertrag festzuschreiben, wenn sie für die Familie im Job zurückstecken. Immerhin: „Junge Frauen kommen immer öfter vor der Eheschließung in die Beratung“, lobt sie. Wenn zunächst auch heimlich und oft mit schlechtem Gewissen gegenüber dem zukünftigen Ehepartner.

Anne Connelly ermutigt Frauen, für ihre Interessen einzustehen. „Geld und Liebe ist kein Gegensatz“, so die herMoney-Gründerin. Im Gegenteil: „Die beste Basis für eine Beziehung ist es, wenn sich die Partner auf Augenhöhe begegnen und auch finanziell unabhängig sind.“

Impressionen:

„Das hat mir die Augen geöffnet!“

Drei oder mehr als sechs Prozent Rendite; regelmäßige Einzahlungen per Sparplan über zehn oder 35 Jahre? Finanzexpertin Birgit Wetjen hat den Unterschied mit wenigen Charts anschaulich gemacht und zum Nachdenken angeregt. „Die Wirkung von Zins und Zinseszins ist enorm und für das Gehirn kaum zu fassen“, so die Finanzexpertin, die dazu rät, unterschiedliche Szenarien an einem Zinsrechner durchzuspielen.

Gehen Frauen anders mit Geld um als Männer? Sabrina Bendt, Privatkundenberaterin bei der Deutschen Bank auf der Düsseldorfer Kö, ist davon überzeugt. Sie betreut rund 650 zumeist internationale Kunden. Ihre Erfahrung: „Männer sehen Geldanlage eher sportlich, Frauen handeln stärker aus dem Bauch heraus.“ Sie scheuen Risiken und suchen oft nach einem Sinn.

Die Anlageexpertin erklärte, was „Risiko“ in Zeiten des Niedrigzinses bedeutet und welche Möglichkeiten es gibt, dem Geld einen Sinn zu geben. „Es gibt eine ganze Palette nachhaltiger Investments, mit denen Werte umgesetzt und Rendite erzielt werden kann“, so Bendt. Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Artikel über nachhaltige Geldanlage.

„Geld ist nicht alles, aber Geld erleichtert vieles“, gibt Bendt den Teilnehmerinnen als Motto mit auf den Weg. Im anschließenden Get-Together wurde bei einem kleinen Imbiss und erfrischenden Getränken munter diskutiert. „Mir haben Vortrag und Diskussion die Augen geöffnet“, so eine Teilnehmerin. „Ich habe das Thema mal von einer ganz neuen Seite gesehen und sehr viele Anregungen bekommen“, resümierte eine andere. Wir meinen: Das war nicht das Ende, sondern erst der Anfang. Zukünftig heißt es: Nehmen Sie sich mehr Zeit für Ihr Geld!

Bilder: © Sabine Grothues

 

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