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Lag der Anteil 2007 bei Einführung des Elterngeldes noch bei 3 Prozent, kletterte er bis 2016 auf 37 Prozent und legte allein in den vergangenen Jahren noch einmal um 11 bzw. 7 Prozent zu. An und für sich eine gute Sache, wenn nur das „aber“ nicht wäre: Sieben von zehn Vätern (72 Prozent) nahmen 2018 gerade einmal zwei Monate Elternzeit. Und das ist das Minimum, um den Bezugszeitraum des Elterngeldes von 12 auf 14 Monate zu verlängern. Folgt man dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung, sollte sich das ändern. Laut Umfragen des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag des ZDF wünschen sich zwei von drei Befragten (67 Prozent), dass Väter genauso lange Elternzeit nehmen wie Mütter.

Bisher halten sich Väter aus zweierlei Gründen zurück: Zum einen können sich viele Familien die Einbußen beim Einkommen nicht leisten. Zum anderen befürchten Männer Karriereeinbußen, so das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Diese Befürchtungen sind nicht aus der Luft gegriffen, wie wiederum Untersuchungen der Hans-Böckler-Stiftung belegen: Danach verdienen zumindest Frauen nach der Elternzeit deutlich weniger als ihre Kolleginnen ohne Kinder. Doch es gibt Hoffnung auf Besserung. Denn in Zeiten des Fachkräftemangels könnte ein gutes Angebot den Ausschlag dafür geben, hochqualifizierte Mitarbeiter – ob männlich oder weiblich – ans Unternehmen zu binden. So bietet der Internetkonzern Hewlett Packard Enterprise seinen Mitarbeitern unabhängig vom Geschlecht sechs Monaten Elternzeit bei vollem Gehalt. Man wolle ihnen helfen, ihre Karriere mit ihrem Familienleben in Einklang zu bringen, heißt es aus dem Unternehmen. Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen zum Umdenken. Frauen könnten zu den Gewinnern gehören.

 

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