Sie können nur dann ein passendes Kleid kaufen oder aus dem Schrank ziehen, wenn Sie wissen, für welchen Anlass Sie sich kleiden wollen. Ähnlich verhält es sich bei der Geldanlage.

Vermögen aufbauen – wer will das nicht. Und Sie können gar nicht früh genug damit beginnen. Wie sagte einst Benjamin Franklin: „Geld ist von fruchtbarer, erzeugender Natur. Geld kann Geld zeugen, und der Nachwuchs zeugt noch mehr.“

Machen Sie sich folgendes bewusst:

Aus 10.000 Euro, zu 5 % pro Jahr verzinst, werden nach 20 Jahren gut 26.500 Euro.
Nach 40 Jahren aber stehen am Ende gut 70.000 Euro zu Buche.

Sie haben kein Kapital angespart, das Sie investieren könnten? Kein Problem. Sie können auch monatlich einen kleinen Betrag zur Seite legen, die Zahlen sehen nicht weniger beeindruckend aus!

Wenn Sie über 20 Jahre jeden Monat 100 Euro investieren, kommen Sie bei einer Verzinsung von fünf Prozent auf 40.754 Euro.
! Nach 40 Jahren hätte sich Ihr Kapital zu 148.886 Euro vermehrt.

Überzeugt? Dann verlieren Sie keine Zeit und starten jetzt!

Darüber sollten Sie sich Gedanken machen

Bevor Sie beginnen, sollten Sie sich ein paar Gedanken machen – über Ihre Möglichkeiten, Ihre Ziele und auch Ihre Risikotoleranz. Die Checkliste mit unseren 5 Fragen zum Vermögensaufbau hilft bei der Orientierung:

1. Welchen Betrag wollen/können Sie anlegen – einmalig oder regelmäßig?

Kein Geld übrig oder setzen Sie andere Präferenzen und geben Sie Ihr Geld lieber im Straßencafé aus? Machen Sie einen Kassensturz, um einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu gewinnen.

herMoney Tipp:
Kleinvieh macht viel Mist – Sie können bereits mit Beträgen ab 25 Euro im Monat starten.

2. Wie lange brauchen Sie auf dieses Geld vermutlich nicht zuzugreifen?

Die Zeit spielt bei der Geldanlage eine große Rolle. Je länger Sie Ihr Geld für sich arbeiten lassen, desto mehr kurzfristige Risiken können Sie eingehen und damit die langfristigen Renditeaussichten verbessern. Denn über lange Zeiträume können Schwankungen ausgesessen werden. Dazu kommt: Auf lange Sicht wirken Zins- und Zinseszins besonders gut.

herMoney Tipp:
Überlisten Sie sich nicht selbst, indem Sie allzu optimistisch kalkulieren. Wer eine langfristige Geldanlage plant und sein Geld dann doch sehr schnell braucht, riskiert Verluste.

3. Für was möchten Sie das Geld eigentlich zur Seite legen?

Als Berufsanfängerin kann man sich meistens noch nicht genau vorstellen, wo und wie man in 20 Jahren leben wird und wie dann die familiäre Situation aussehen wird. Ohne Ziel ist es aber schwierig, eine zielgerichtete Finanzplanung zu gestalten. Überlegen Sie deshalb, wofür Sie sparen möchten: für den nächsten Urlaub, ein neues Auto, eine Immobilie oder für das Alter?

herMoney Tipp:
Unterscheiden Sie zwischen kurzfristigen und langfristigen Sparzielen – und teilen Sie Ihr Kapital bzw. Ihren Sparbetrag entsprechend auf! Und keine Sorge, falls Sie noch keine konkreten Ziele haben – Sie werden mit der Zeit schon Ideen dazu entwickeln. Das Gute ist: Sie können diese Ziele jederzeit überarbeiten und neu definieren – kein Mensch nagelt Sie darauf fest!

4. Wie viel Risiko können sie akzeptieren?

Die beste Geldanlage macht wenig Sinn, wenn Sie deswegen schlaflose Nächte verbringen. Können Sie sich Wertschwankungen Ihres Vermögens leisten? Und können Sie zwischenzeitliche Verluste auch aushalten?

herMoney Tipp:
Ihre Anlagestrategie sollte zu Ihrer Risikoneigung passen. Überschätzen Sie sich nicht. Es macht wenig Sinn, zu hohe Risiken einzugehen und bei Kurskorrekturen in Panik mit Verlust zu verkaufen.

5. Wie gut kennen Sie sich mit Finanzanlagen aus und wie intensiv möchten Sie sich um Ihre Finanzanlagen kümmern?

Geldanlage ist kein Hexenwerk, aber ganz ohne Engagement kommen Sie nicht aus. Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten und nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Investments in regelmäßigen Abständen zu adjustieren!

herMoney Tipp:
Sie haben keine Zeit oder gar keine Lust, sich mit der Geldanlage zu beschäftigen? Deswegen gar nichts zu machen, wäre die schlechteste Lösung. Besser: Sie suchen sich einen Berater, der sich um Ihr Geld kümmert. Oder aber Sie nutzen das digitale Angebot einiger Banken, die Ihnen online je nach Anlagedauer und Risikoneigung konkrete Vorschläge machen.

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