Eine gute Vermögensverwaltung in einem Wertpapier ? Mischfonds machen es möglich – wenn die Managementqualität stimmt!

Aktien, ja gerne! Aber ausschließlich Aktien? Das ist vielen Anlegerinnen zu riskant. Zwar bringen Zinspapiere – also Anleihen – im aktuellen Zinstief kaum Rendite. Aber nach wie vor gilt: Sie stabilisieren ein Depot. Mögliche Kursschwankungen am Aktienmarkt können mit einer Beimischung aufgefangen werden. Auch Rohstoffe, Immobilien oder Edelmetalle erhöhen die Risikostreuung bei der Geldanlage. Aber welche Mischung ist empfehlenswert? Nach welchen Kriterien ist die Gewichtung zu wählen und anzupassen? Und welche Wertpapiere oder Fonds eignen sich überhaupt für den langfristigen Vermögensaufbau?

Professionelles Management

Wenn Sie keine Lust haben, tiefer einzusteigen, können Sie auf Mischfonds setzen. Das sind Fonds, die – wie der Name schon sagt – verschiedene Anlageklassen mischen. Je nach Ausgestaltung haben Sie also mit einem Fonds eine breite Streuung im Depot.

Mischfonds sind in Deutschland seit Jahren Anlegers Lieblinge – es ist die Fondsklasse mit dem höchsten Nettoabsatz. Die Produkte sind nicht neu. Die ersten Vertreter konzentrierten sich auf die drei klassischen Anlageklassen – Aktien, Anleihen und Cash. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Anlagestrategie deutlich verbreitert. Zunehmend werden auch Immobilien, Edelmetalle und Rohstoffe beigemischt.

Mischfonds ist nicht gleich Mischfonds

Mischfonds unterscheiden sich nicht nur in der Managementqualität, sondern auch in ihren Freiheitsgraden und dem daraus resultierenden Chance/Risiko-Profil. Grundsätzlich gilt: Je höher der Aktienanteil, desto höher die Renditeaussichten, aber auch das Anlagerisiko. Man unterscheidet vier Kategorien: defensiv, ausgewogen, dynamisch und flexibel. Ausschlaggebend für die Einordnung ist der maximal mögliche Aktienanteil am Gesamtportfolio.

  • Defensive Mischfonds dürfen maximal 30 bis 40 Prozent ihres Anlagevermögens an den Aktienmärkten anlegen. Ihr Anlageschwerpunkt liegt deshalb meist bei Rentenpapieren.
  • Bei den ausgewogenen Mischfonds-Varianten liegt die Aktienquote durchschnittlich bei rund 50 Prozent. Bei einigen ist er auch auf 50 Prozent begrenzt.
  • Dynamische Mischfonds sind tendenziell noch stärker in Aktien investiert. Mitunter setzen die Fondsmanager zeitweise sogar komplett auf den Aktienmarkt und können so Wertsteigerungen wie reine Aktienfonds erreichen, allerdings mit entsprechendem Rückschlagrisiko.
  • Bei flexiblen Mischfonds haben die Manager die größten Freiheiten und können mitunter den Aktienanteil zwischen null und 100 Prozent variieren. Diese Produkte werden häufig auch vermögensverwaltende Fonds genannt. In dieser „Königsklasse“ der Mischfonds kommt es besonders stark auf die Qualität des Fondsmanagements an. Diese Qualität können Anleger anhand der Langzeitperformance und auch anhand des Morningstar-Fonds-Ratings (Verlinken) erkennen.

Auf die Kosten achten

Aktives Management gibt es nicht zum Nulltarif. Und wie bei allen Fonds gilt: Hohe Kosten schmälern die Rendite! Welche Kosten aber fallen an? Wie bei anderen Fonds müssen Sie auch beim Kauf eines Mischfonds einen sogenannten „Ausgabeaufschlag“ zahlen. Diese Vertriebsgebühr liegt oft bei vier bis fünf Prozent. Bei vielen Brokern gibt es aber einen Discount auf den regulären Ausgabeaufschlag.

Laufend zahlen müssen Sie die jährliche Managementgebühr. Sie enthält die Kosten der Fondsgesellschaft für das Management und eine Bestandsprovision für die verwaltenden Banken. Für Mischfonds fallen meist zwischen ein und zwei Prozent pro Jahr an. Einige Gesellschaften erheben zusätzlich eine sogenannte „Performance Fee“. Das heißt, dass der Manager an den Gewinnen beteiligt wird, wenn das Plus eine im Fondsprospekt definierte Marke übertrifft.

Um die jährlichen Gesamtkosten von Mischfonds (allerdings ohne den Ausgabeaufschlag) vergleichen zu können, wird die TER (Total Expense Ratio) ausgewiesen. Die TER schließt neben der jährlichen Managementgebühr auch kleinere Kostenblöcke für die Depotbank, Druckkosten, Steuerprüfung etc. ein. Bei der Fondsauswahl gilt: Erzielen unterschiedliche Fonds ähnliche Anlageergebnisse, wählen Sie den Fonds mit den geringeren Kosten aus!

herMoney-Tipp:

Viele Mischfonds halten nicht, was sie versprechen. Vor allem bei den flexiblen Mischfonds gelingt das Timing längst nicht jedem Manager! Prüfen Sie deshalb vor einem Kauf, wie sich der Fonds in guten und in schlechten Marktphasen entwickelt hat. In guten Marktphasen sollten gute Gewinne zu Buche stehen. Läuft es an der Börse schlecht, sollte es guten Fondsmanagern gelingen, das Minus begrenzen!

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