Sie halten tausend Bälle in der Luft, doch bei Geldfragen ducken Sie sich weg? Das muss sich ändern! Unser Fünf-Stufen-Plan hilft Ihnen, Ihre Finanzen zu optimieren – egal, ob mit Mitte 20 oder Ende 60.

Schritt eins: Existenzrisiken absichern

Der erste Schritt der Finanzplanung: Sichern Sie Ihr Haupteinkommen ab. Sie und Ihre Lieben müssen auch dann noch essen, wohnen und leben, wenn Sie oder Ihr Partner plötzlich nicht mehr arbeiten können. Klassiker, um diesen Worst-Case abzusichern, sind private Berufsunfähigkeits-, Risikolebens- oder Unfallversicherungen. Ebenfalls zum Pflichtprogramm gehört eine Haftpflichtversicherung, die gegen unerwartete Kosten schützt – etwa, wenn Ihr Jüngster beim Spielen einen Radfahrer übersieht, einen schweren Sturz verursacht und Sie deshalb für den Rest Ihres Lebens eine Rente zahlen müssen.

Schritt zwei: Schulden abbauen

Es klingt paradox: Doch die mit Abstand lukrativste Art des Sparens ist es, Verbindlichkeiten abzubauen. Egal, ob Ihr Konto in den Miesen ist oder Sie noch den Ratenkredit fürs Auto abstottern: Wenn Sie möglichst zügig Ihre Schulden bedienen, sparen Sie deutlich mehr, als Sie mit den meisten Geldanlagen verdienen könnten. Ein eindringliches Beispiel ist das überzogene Girokonto. Viele Banken verlangen für einen Dispokredit derzeit zehn Prozent Zinsen oder mehr. Umgekehrt findet sich kaum eine risikofreie Geldanlage, die solche Erträge abwirft. Die beste Strategie für mehr Vermögen ist es daher erst zu tilgen und dann zu sparen.

Schritt drei: Notgroschen abzweigen

Ihr Bankberater hat die perfekte Geldanlage für Sie gefunden? Schön für ihn. Nur lassen Sie sich nicht drängen! Sobald Sie Ihr Erspartes langfristig angelegt haben, kommen Sie – wenn überhaupt – nur noch mit Verlusten daran. Das gilt selbst in Fällen, in denen die Barschaft bitter nötig wäre, etwa, weil Ihr Auto einen Totalschaden hat oder eine neue Waschmaschine hermuss. Ihr dritter Schritt in Richtung finanzielle Unabhängigkeit sollte sie daher zu einer Bank führen, bei der Sie ein Tagesgeldkonto für Ihren Notgroschen eröffnen. Er hält sie im Alltag flexibel und handlungsfähig und verhindert, dass Sie im Ernstfall doch wieder teure Kredite oder ihre Dispo in Anspruch nehmen müssen.

Schritt vier: Altersvorsorge optimieren

Zugegeben, das Thema ist nicht besonders sexy. Doch gerade für Frauen lohnt es sich, in Sachen Altersvorsorge etwas tiefer einzusteigen: Die Möglichkeiten, den Ruhestand abzusichern, waren nie so vielfältig wie heute, zudem können Frauen in vielen Fällen auf staatliche Unterstützung hoffen. Einen Königsweg zur perfekten Altersvorsorge gibt es allerdings nicht. Angestellte und bestimmte Freiberuflerinnen sind verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung oder ein Versorgungswerk einzuzahlen, Freischaffende hingegen haben oft keinerlei gesetzlichen Schutz – und für Beamte gelten noch einmal andere Regeln. Nicht vergessen sollten Frauen zudem, dass die eigenen Beiträge nur ein Faktor von vielen sind. Auch Erbschaften, eine Heirat oder eine Scheidung haben Einfluss auf die Finanzaustattung im Alter. Suchen Sie deshalb möglichst früh das Gespräch mit Ihrer Familie und Ihrem Partner und legen Sie gemeinsam fest, wer im Fall der Fälle welche Ansprüche haben soll.

Schritt fünf: Vermögensstrategien

Die Pflicht ist absolviert. Nun folgt die Kür: der langfristige Vermögensaufbau. Je nachdem, ob Sie vor allem auf Sicherheit setzen oder ein bisschen zocken wollen, können Sie Ihr Geld in Unternehmensbeteiligungen oder Fonds, Immobilien, Kunst oder Oldtimer anlegen – oder in eine Sofortrente investieren. Die Möglichkeiten sind (fast) unbegrenzt. In jedem Fall sollten Sie aber prüfen, welche versteckten Kosten Ihr Investment birgt, welche Ansprüche das Finanzamt anmelden könnte – und wer an dem Geschäft alles mitverdient, zum Beispiel über Provisionen. Sie beherzigen nun die grundlegenden Finanzschritte und können gezielt aktiv werden. Wählen Sie Ihre Lebensphase aus und machen Sie den nächsten Schritt.
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